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Die Ringelblume

Die Ringelblume

Ich dachte, ich schreibe euch heute einmal etwas ganz Praktisches. Mein Thema ist daher heute die Ringelblume. Gerade stand ich vor meinem wunderschönen Ringelblumenfeld und freute mich über diese wunderschöne Pflanze.

 

Und daher kam mir spontan, meine Freude mit euch zu teilen. Hier ein paar Details und Leckereien zu dieser bezaubernden Pflanze

 

 

 

 

Die Ringelblume

 

Sie trägt als weiteren Namen:“ Sponsor Solis“= Sonnenbraut. Der Name kommt von der Sage, dass sie ihre Blütensonnen dem Sonnengott Helios am Firmament zuwendet. Man kann dies am frühen Morgen beobachten, wenn sie ihre Blütenblätter an einem sonnigen Tag öffnet. Gegen 17:00 Uhr schließt sie ihre Blüten wieder. Sollten die Blüten aber morgens um 7:00 Uhr geschlossen bleiben, so wird es, laut Ringelblumenuhr, an diesem Tag regnen.

 

Der lateinische Namen „Calendula officinalis“ bedeutet hingegen „calendae“ = Monate. Diese Bezeichnung trägt die Ringelblume, weil sie viele Monate lang blüht. Eine weitere Bedeutung könnte auch aus dem lateinischen „calthula“ = ein Frauenkleid von gelber Farbe, sein.

 

Der deutsche Name kommt von „sich ringeln“, da sich ihre Samen ringeln können.

 

Schon im alten Ägypten erkannte man ihre enorme Wuchs- und Regenerationskraft. Man erkannte schon früh, dass je mehr man sie erntete, desto mehr blühte sie auf. Symbolisch wurde die Blume daher gerne auch in Hochzeitssträußen gebunden. Es bedeutete, „eure Liebe soll nie enden, sondern immer neue Blüten treiben.“

 

Hildegard von Bingen erkannte schon früh ihre Heilwirkung. Daher verordnete sie die Ringelblume bei Verdauungsstörungen, Vergiftungen, und äußerlich bei Ekzemen und Kopfgrind. Seit dem zwölften Jahrhundert wurde sie nachweislich in Deutschland angebaut. Im Mittelalter erwähnte der Kräuterarzt Mathiolus, dass sie ein Allheilmittel bei Krebs sei, und äußerlich und innerliche schweißtreibende und herzkräftigende Wirkung besäße.

 

Bis heute ist die Ringelblume bekannt, Wunden und Verletzungen schnell abheilen zu lassen.

 

 

 

Botanik

 

Ursprünglich kommt die Ringelblume aus Nordwestafrika. Heute ist sie auf der ganzen Welt gerne als Garten und Kulturpflanze heimisch. Sie liebt die Wärme, ist aber wenig kälteempfindlich. Ihre Samen fallen einfach auf die Erde und können schon gleich wieder neu aufwachsen.

 


 

 

 

Wirkung

 

sie gehört zu den bekanntesten Wundheilpflanzen, und wird ausnahmslos ohne Nebenwirkungen gut vertragen. Sie eignet sich daher sehr gut für den Eigenbedarf oder auch bei Babys.

 

Ihre Carotinoide wirken entzündungshemmende und sorgen daher für eine gute Wundheilung und einer schnellen Bildung von neuem Gewebe. Bei Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe unterstützt sie einen guten Abfluss der Lymphe. Trägt man sie als Creme auf die Haut auf, so macht sie diese geschmeidig und widerstandsfähig und kann sogar die Narbenheilung unterstützen.

 

Ihre ätherischen Öle und Flavonoide wirken antibakteriell, ihre Saponine sogar antivirale. Als Begleitmittel eignet sie sich daher sehr gut bei Grippe und Herpesviren, auch bei Herpes am Auge. Sogar gegen Pilze und Einzeller wirken ihre ätherischen Öle abschreckend.

 

In der Naturkosmetik wird sie daher gerne bei sensibler, trockener, und überempfindlicher Haut verwendet. Auch wenn diese zu Allergien neigt oder durch einen Sonnenbrand beschädigt wird. Sie regt dabei den Zellstoffwechsel an, stimuliert die Hautneubildung und verbessert ihre Durchblutung.

 

 

 

Anwendung

 

Innerlich: als Tee genießen. Sie wird dabei bei Beschwerden im Verdauungsapparat verwendet.

 

Äußerlich kann aus der Ringelblume ebenfalls ein Tee gezogen werden oder als Tinktur oder Salbe aufbereitet werden. Gleich welcher Art hilft bei Wunden, Quetschungen, Krampfadern, entzündlichen Mund- und Rachenschleimhäuten oder als Haarspülung für den besonderen Glanz.

 

 

 

Rezept 1- Ringelblumensalbe

 

20 g frisch gepflückte Blütenköpfchen

 

100 g Sonnenblumenöl

 

15 g Bienenwachs

 

Ringelblume und Sonnenblumenöl werden ca. 15 Minuten Minuten leicht erhitzt. Anschließend werden die Ringelblumen aus dem Öl abgesiebt.

 

Das entstandene Sonnenblumenöl wird nun mit 15 g Bienenwachs im Wasserbad bei 70° erhitzt. Die entstandene Salbe wird in kleine Döschen abgefüllt und kann so im Kühlschrank ca. ein Jahr haltbar gelagert werden.

 

 

 

Rezept 2- Ringelblumenbutter

 

10 Ringelblumenblüten

 

½ Butter

 

2 Lavendelblüten

 

etwas Kurkuma

 

etwas Salz

 

Allen Zutaten werden miteinander vermischt. Die Ringelblumenbutter schmeckt super auf Brot.

 

 

 

Ich hoffe, diese kleine Sonne konnte auch euer Herzlein etwas erfreuen.